ArduiTouch 4 - Nutzung des Karten-Leser Moduls am TFT Displays

Mit ein wenig Lötarbeit und Anbringung eines Schlitzes im Gehäuse können wir den SD-Karten Leser an der Unterseite des TFT Displays aktivieren und zum Beispiel zum Daten loggen benutzen.

Zuerst müssen wir eine Stiftleiste am Display anlöten. Wir lösen die Schrauben auf der Unterseite und trennen die Display-Einheit von der Basisplatine. Nun setzen wir eine 4-polige Stiftleiste in die Bohrungen für J4 ein und verlöten vorerst nur einen Pin.

Als Gegenstück brauchen wir eine ebenfalls 4-polige Federleiste. Da nur drei der vier Kontakte in den Lochraster-Bereich der Basisplatine fallen, müssen wir eine Kontaktfeder umbiegen sodass später eine Leitung angelötet werden kann.

Jetzt können wir die Displayeinheit wieder vorsichtig in die Basisplatine einsetzen. Die Kontakte der Federleiste sollten in Löcher des Lochrasterbereichs passen.

Am Besten ist es jetzt die Displayeinheit wieder zu verschrauben damit sie exakt ausgerichtet ist.

Jetzt können wir die Federleiste in der Basisplatine und die Stiftleiste in der Displayeinheit verlöten und anschließend die Displayeinheit wieder abstecken. Nun folgt die Verdrahtung.

Die Taktleitung wird dabei am umgebogenen Pin der Federleiste auf der anderen Seite der Platine angelötet und durch ein Loch auf die Verdrahtungsseite geführt. Die Chip Select Leitung verbinden wir mit GPIO17 des ESP32. Fertig sieht das dann so aus.

Wir können nun wieder alles zusammenbauen. Bitte noch nicht in das Gehäuse einbauen, da haben wir nähmlich ein Problem. Eine eingesteckte SD-Karte steht  seitlich über den Platinenrand hinaus. Wir benötigen also einen Schlitz im Gehäuse aber dazu später. Zuerst wollen wir testeten ob die Verdrahtung in Ordnung ist. Zum Test verwenden wir das Beispiel das bei der SD-Bibliothek des ESP32 dabei ist.

In diesem Sketch müssen wir eine kleine Änderung vornehmen, da wir einen anderen Pin für das CS verwenden.

void setup(){
    Serial.begin(115200);
    if(!SD.begin(17)){
        Serial.println("Card Mount Failed");
        return;
    }

 

Wenn wir eine SD-Karte (max. 32 GB) in den Reader einstecken und das Programm starten sollten wir im Seriellen Monitor einen ausführliches Testprotokoll erhalten. Wenn diue Meldung "Card Mount Failed" erscheint, ist irgend etwas an der Verdrahtung falsch.

Und nun noch zum Gehäuse. Wir haben zwei Möglichkeiten. Entweder einen Schlitz in das Gehäuse fräsen, was nicht ganz einfach ist (Hauptbild dieses Beitrags), oder falls ein 3D-Drucker zur Verfügung steht ein neues Gehäuse mit Schlitz drucken. Ein entsprechendes STL-File stelle ich auf Thingivers zur Verfügung.

Viel Spass beim Löten und Fräsen.

 Noch ein Hinweis!

Es gibt eine neue Version der ArduiTouch Platine (01-02) die den Jumper zum Programmieren enthält. Diese Platine hat außerdem einen Treibertransistor für die Hintergrundbeleuchtung des TFT um den ESP32 zu schonen. Das erfordert aber eine kleine Programmänderung:

  pinMode(TFT_LED, OUTPUT);
  digitalWrite(TFT_LED, HIGH);    // switch display on
  // digitalWrite(TFT_LED, LOW); // switch display on Version 01-02

 

Letzter Artikel Smarthome Zentrale mit ArduiTouch Teil 2 - Das Datenprotokoll

Kommentar

Thomas Lehnert - April 1, 2019

Ich habe auch den SD Kartenleser des Ardui-Touch nach der Anleitung montiert. Dabei stieß ich auf das Problem, dass die Bohrungen des Touchscreen-Modules und die Bohrungen auf der Grundplatine ca 1,5 mm versetzt sind. (Ardui-Touch neue Version)
Ich habe mich aber so beholfen, dass ich alle Pins der zusätzlichen Buchsenleiste wechselseitig zur Seite umgebogen habe. (So wie für den einen Pin beschrieben).
Jetzt konnte ich nach Aufsetzen des Displays und Ausrichtung die Pins so verdrehen, dass sie genau über den Lötpunkten der Grundplatine liegen. Vor dem Verlöten empfiehlt es sich, die Lötaugen, die sich direkt unter der Buchsenleiste befinden mit einem kleinen 3-4 mm Bohrer zu entfernen, um Kurzschlüsse zu vermeiden. Die Verdrahtung habe ich so wie in der Anleitung beschrieben ausgeführt, allerdings die Drähte auf der Displayseite belassen. Wer also das gleiche Problem hat, kann das ja als Lösung nutzen.

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