AZ-Envy - das etwas andere Micro Controller Board

In den 1990-er Jahren fragte der bekannte Designer Luigi Colani, warum Computer immer eckig und kantig sein müssen. Recht hatte er, müssen sie nicht. Auch nicht unsere kleinen Micro Controller. Den Beweis liefert das neue kreisrunde AZ-Envy, ein Micro Controller Board mit dem ESP8266-12F sowie zwei eingebauten Sensoren für Umweltdaten, also Envy von Environment und nicht von Neid. 

Der Gassensor MQ-2 fällt sofort ins Auge wegen der Explosionsschutzhaube aus einem dichten Edelstahlgewebe. Links daneben der ESP8266-12F mit WLAN-Antenne und der eingebauten LED. Der zweite Sensor, links oben im Bild, ist ein Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor mit Namen SHT30. Ansonsten erkennt man die µUSB-Buchse für die Spannungsversorgung, rechts daneben den Spannungsregler, eine gelbe Stiftleiste sowie zwei Taster mit Namen RESET und FLASH – alles in allem eine schöne „Physical-Computing-Plattform“, die mit der Arduino IDE programmiert werden kann.

Das will ich natürlich sofort ausprobieren und nutze dafür wie üblich das Programm Blink. Da ich schon andere ESP8266 Micro Controller verwendet habe, brauche ich in der Arduino IDE nur noch das Board „ Generic ESP8266 Module“ auswählen.


Wer die ESP8266-Familie noch nicht mit dem Boardverwalter installiert hat, muss die zusätzliche Boardverwalter-URL unter „Datei/Voreinstellungen“ in der Arduino-IDE einzutragen:

http://arduino.esp8266.com/stable/package_esp8266com_index.json

Danach öffnen Sie unter "Werkzeuge/Board/Boardverwalter" den Verwaltungsdialog. Geben Sie "ESP8266" in die Suche ein und klicken Sie beim Suchergebnis auf "Installieren".

Danach erhält man unter dem Reiter Werkzeuge/Board die ESP8266 und seine verschiedenen Board-Bauformen. Wie gesagt: für den AZ-Envy habe ich gleich die oberste Möglichkeit „Generic 8266 Module“  ausgewählt.

Was fällt an dem Bild in der markierten Zeile auf? Richtig: Trotz USB-Anschluss für die Spannungsversorgung wird zunächst kein Port angezeigt. Der AZ-Envy hat aus Platzgründen keine USB-COM-Schnittstelle. Die wird ja auch nur zum Programmieren und – wenn gewünscht – bei der Datenausgabe im Seriellen Monitor benötigt. Ich benutze den FTDI, den ich bisher für den ESP8266-01 verwendet habe.

Bei genauer Betrachtung erkenne ich, dass die Bezeichnungen an der gelben Steckerleiste übereinstimmen mit den Pin-Bezeichnungen des FTDI. Ein Techniker sagte mir, dass hier ursprünglich eine Buchsen-Leiste geplant war, in die man den FTDI direkt eingesteckt hätte. Schade, dass man das nicht realisiert hat, also drei Jumperkabel (female-female) für TX, RX und GND. Die Anschlüsse DTR, CTS und VCC sind nicht belegt. Eine Besonderheit: Weil man sich bei der Beschriftung an die Reihenfolge beim FTDI gehalten hat, wird TX mit TX und RX mit RX verbunden; nicht wie bei der UART-Schnittstelle sonst üblich über Kreuz. Wenn der FTDI an den Computer angeschlossen wird, erhalte ich auch die Portanzeige (des FTDI) unter  der Registerkarte Werkzeuge. Es kann losgehen.

Beim ersten Programm Blink interessiert mich, ob der AZ-Envy mit seinem ESP8266-12F den Namen LED_BUILTIN kennt; ansonsten müsste ich im Sketch wie beim ESP32 die Zeile „int LED_BUILTIN=2;“ ergänzen. Und wie versetze ich das Board in den Programmiermodus? Nur die FLASH-Taste beim Hochladen drücken war nicht erfolgreich. Der Trick ist: Die FLASH-Taste muss bei Herstellung der Spannungsversorgung gedrückt sein. Deshalb zunächst die RESET-Taste drücken, dann die FLASH-Taste, dann RESET loslassen und zuletzt FLASH loslassen. Das muss spätestens erfolgen, wenn in der Arduino-IDE nach dem Kompilieren die Punkte anzeigt werden, dass die Verbindung hergestellt werden soll.

 
Nach dem Hochladen muss ich den Programmiermodus verlassen, also kurz RESET drücken.

Alles klappt dann auf Anhieb. LED_BUILTIN wird erkannt und die eingebaute LED neben der WLAN-Antenne blinkt im Sekundentakt.

Als Nächstes probiere ich den Sensor SHT30 aus. Anschließen brauche ich hier nichts, er ist intern angeschlossen. Aus dem Internet erfahre ich, dass der Sensor über die I2C-Schnittstelle angeschlossen wird und die Hex-Adresse 0x44 (oder ggf. 0x45) hat, die relative Luftfeuchtigkeit soll mit einer Genauigkeit von ±3% und die Temperatur mit einer Genauigkeit von ±0.3°C gemessen werden. Wie in der Arduino-Welt üblich, greife ich für das Auslesen des Sensors auf eine vorhandene Programmbibliothek (library) zurück. Empfohlen wird für den AZ-Envy die Libary SHT3x.

Also AZ-Envy wieder in den Programmiermodus versetzen (RESET, +FLASH, -RESET,-FLASH) und ein Beispielprogramm, das mit der Libary SHT3x installiert wurde, laden.

 


Wieder klappt alles sofort. Die Temperaturanzeige ist ein wenig zu hoch und damit einhergehend der Wert der Rel. Luftfeuchtigkeit etwas zu niedrig. Das ist schnell erklärt: Trotz der Aussparung in der Platine sind der ESP8266, der Spannungsregler und der (beheizte!) Gas-Sensor MQ-2 in unmittelbarer Nähe. Dieses Schicksal teilt der AZ-Envy mit allen Micro Controllern, die einen Temperatursensor direkt auf der Platine haben.

Hier muss ggf. kompensiert/kalibriert werden, oder man begnügt sich mit der Aussage „viel zu kalt“ (Frostgefahr?) oder „viel zu heiß“ (Feuer?, Lüftung erforderlich?). Ich plane eine Konstruktion, bei der ich mit einem kleinen PC-Lüfter Umgebungsluft Richtung SHT30 am AZ-Envy blase und werde darüber berichten.

Und schließlich wende ich mich dem Gas-Sensor zu. Der MQ-2 Gassensor ist ein Metalloxidhalbleiter (MOS), auch als Chemi-Resistor (Chemie tatsächlich ohne e am Ende) bekannt. MOS-Sensoren messen die Widerstandsänderung, wenn Gase vorhanden sind. Diese Art von Sensor erfordert es, dass das Gas auf den Sensor trifft, damit eine chemische Reaktion stattfinden kann, woraus eine Widerstandsveränderung resultiert.

Der eigentliche Sensor zur Detektion des Gases liegt unter der Explosionsschutzhaube aus einem dichten Edelstahlgewebe, das auch zum Schutz vor Schmutzpartikeln oder anderen Störfaktoren dient. Diese Widerstandsänderung, bezogen auf einen definierten Widerstandswert, ergibt einen analogen Wert, und damit ist klar, wo dieser Sensor angeschlossen ist, am Eingang A0. Für die Auswertung wird die MQ-2 libary von labay11 empfohlen, die mit vereinfachten Funktionen die Gaskonzentration in ppm bestimmt. Das Geheimnis dahinter bleibt uns verborgen, solange wir nicht die Programmbibliothek eingehend studieren. Aber das würde den Rahmen dieser ersten Betrachtung des AZ-Envy sprengen.

Auch bei dieser Bibliothek gibt es nach der Installation ein Programmbeispiel:



Nach dem Hochladen ergibt sich folgendes Bild im Seriellen Monitor:

 


Mittels der unbekannten Algorithmen werden Werte für LPG, CO und Smoke ermittelt. Der Zahlenausreißer unten im Bild war die Reaktion auf mein Anhauchen nach einem schönen Glas Roséwein, ansonsten die Werte in unserem Wohnzimmer nach dem Lüften. Auch hier werde ich weitere Untersuchungen anstellen, denn grundsätzlich heißt es von dem Sensor, dass er nicht Gas-spezifisch ist, wohl aber sehr gut zur Detektion von LPG, i-Butan, Propan, Methan, Alkohol, Wasserstoff und Rauch geeignet ist.

Das war meine erste Untersuchung des neuen AZ-Envy, das von einem jungen Entwickler (Name steht auf der Rückseite) entworfen und mit Hilfe von AZ-Delivery realisiert wurde. Insgesamt eine gelungene Kombination aus WLAN-fähigem Micro Controller und zwei sehr guten Sensoren, und das Ganze sehr ansehnlich auf einer runden Platine mit weniger als 5 cm Durchmesser platziert.

Die Links zum Programm-Code sind mit dem jeweiligen Bild verknüpft.
Und hier der Beitrag als Download.

Esp-32Produktvorstellungen

30 Kommentare

Dirk Pieper

Dirk Pieper

@Dieter Müller,
ich verstehe deine Druck Probleme nicht. Dann dreh doch den Deckel. So ist die Wulst oben. Stützen vom Druckbed aus und gut (für den überstehenden Rand)…..die lassen sich dann entfernen. Ich hätte den Deckel in 5 Minuten neu konstruiert…brauche ich aber nicht.
@all,
das Gehäuse ist Top. Ich überlege mir noch, ob ich mir einen zweiten Deckel mit Ausschnitt für ein 0,96 Zoll Oled konstruiere…und das Oled Parallel auf den I²C Bus schalte. Bei mir läuft Tasmota drauf und ist via MQTT mit iobroker verbunden…

Maurice Hildebrand

Maurice Hildebrand

Falls jemand das über ESP-Home mit Homeassistant nutzen möchte, sende ich euch meine Konfiguration:

#===================
substitutions:
device_name: envy_1
device_friendly_name: “Envy 1”
ip_address: 192.168.178.190

esphome:
name: ${device_name}
platform: ESP8266
board: d1_mini

wifi:
ssid: !secret wifi_ssid
password: !secret wifi_pswd

manual_ip: static_ip: ${ip_address} gateway: 192.168.178.1 subnet: 255.255.255.0 ap: ssid: “Fallback ${device_friendly_name}” password: !secret fb_wifi_pswd

captive_portal:

logger:
baud_rate: 0

api:
password: !secret ota_pswd

ota:
password: !secret ota_pswd

#===================
time:
– platform: homeassistant
id: homeassistant_time

#===================

i2c:
sda: D2
scl: D1
scan: False

sensor:
– platform: sht3xd
address: 0×44
temperature:
name: “${device_friendly_name} Temperature”
humidity:
name: “${device_friendly_name} Humidity”
update_interval: 60s
– platform: adc
pin: A0
name: “${device_friendly_name} Gas”
filters:
– multiply: 100
unit_of_measurement: “%”
update_interval: 60s
icon: “mdi:percent”

Bernd Müller

Bernd Müller

@H. Lühken
Hallo Herr Lühken schon mal wie oben im Text angegeben
“Eine Besonderheit: Weil man sich bei der Beschriftung an die Reihenfolge beim FTDI gehalten hat, wird TX mit TX und RX mit RX verbunden; nicht wie bei der UART-Schnittstelle sonst üblich über Kreuz” probiert?
Das war bei mir der Fehler, danach lief es.
Ach ja, in der “wire” Bibliothek ist TwoWire Wire1; nicht definiert, dadurch kam es bei mir beim Übersetzen mit dem SHT30 Beispiel immer zu folgendem Fehler:
error: ‘Wire1’ was not declared in this scope; did you mean ‘Wire’?
Nach dem Einfügen der entsprechenden Einträge in wire.h und wire.cpp ging dann auch das Übersetzen…
Gruß
Bernd

H. Lühken

H. Lühken

Hallo,
bei mir klappt das Flashen des Envy einfach nicht. GND, RX und TX sind mit dem FTDI232 von AZ verbunden, Strom an der Mikro-USB-Buchse, Arduino-IDE 1.8.13, Bibliothek ist eingebunden, Port aktiv, aber trotz der Reihenfolge “RESET drücken und halten, FLASH drücken und halten, RESET loslassen, FLASH loslassen” kommt stets nur die Fehlermeldung “Failed to connet to ESP8266: Timed out waiting for packet header.”
Hat jemand noch eine Idee?

Maciej

Maciej

Hallo

Bei mir funktioniert der Gassensor ohne Probleme, leider kriege ich lauter Nullen auf dem serial monitor für die Temperatur und Feuchte. Ich habe es mit der Bibliothek SHT3x ausprobiert, und dort mit Simple_operation.ino. Sicherheitshalber habe ich den Sensor einmal ohne Adresse, aber auch mit SHT3x Sensor(0×45); und SHT3x Sensor(0×44); ausprobiert, hilft leider alles nicht. Hat jemand dafür eine Lösung?

Bernd Müller

Bernd Müller

Hallo,
hat eigentlich schon jemand den Deckel des zugehörigen Gehäuses gedruckt?
Wenn ich diesen auf den Rücken lege, ist der kleine Wulst auf der Oberseite kontraproduktiv fürs Drucken..
Wenn ich ihn normal hinlege wird von meinem Slicer nicht genügend Stützstruktur erzeugt um ihn richtig zu drucken.
Hat jemand schon mal versucht den Wulst auf der Oberseite im stl File zu entfernen oder gibt es eine Datei wo dieser nicht drauf ist?
Würde mich über Unterstützung freuen.
Gruß
Bernd

Jürgen

Jürgen

@ Werner Schoepe
Ihr Problem liegt, denke ich, an der Tatsache, dass beim Löschen und Flashen
von MicroPython via uPyCraft die Tastenfolge RST + Flash RST -Flash
zweimal erfolgen muss. Einmal beim Löschen des Speichers und
das zweite Mal beim eigentlichen Flashvorgang. Danach RST drücken und
die serielle Schnittstelle neu verbinden, das war’s. Übrigens die serielle
Schnittstelle können Sie angeschlossen lassen, wenn Sie ein MicroPython-Programm
auf dem Envy starten. Sie brauchen die Schnittstelle ja für die Terminalausgaben.
In dieser Hinsicht reagiert der Envy nicht anders als jeder ESP8266-Typ.

Das Problem ist halt auf dem Envy die fehlende Flashautomatik, die man heute
schon fast bei allen ESPs gewohnt ist.

Hier finden Sie die Module, die ich für meine Tests verwendet habe:
https://github.com/labay11/MQ-2-sensor-library/archive/master.zip
https://github.com/rsc1975/micropython-sht30/blob/master/sht30.py

Werner Schoepe

Werner Schoepe

Hallo Elektronik Freaks,
meine AZ-Envy läuft nun prima mit der Arduino IDE und C.
Der beim Start eines hochgeladenen Programms darf die serielle Schnittstelle nicht mit dem envy verbunden sein. Dann läuft das Programm auch brav bei drücken von Reset los!
Nun möchte ich das Board gerne mit MicroPython betreiben. Aber das Flashen von Python will nicht klappen.
Der erste Schritt “Erase Flash” mit uPycraft scheint noch zu funktionieren. Dann bekommt man einen Timeout beim schreiben… Hat jemand schon mal den AZ-Envy mit Python betrieben? Ist dies grundsätzlich möglich?
Gruß aus Düsseldorf!

Werner Schoepe

Werner Schoepe

Hallo Elektronik Freunde,
der blog hat mir sehr geholfen den Envy zum blinken zu bringen. Nun soll er auch “autonom” blinken.
Ich versoge ihn über den USB-Stecker mit Strom und dann drücke ich die Reset-Taste. Dann sollte er doch loslaufen und blinken? Tut er bei mir aber nicht!
Wenn ich zusätzlich die USB2Serielle Schittstelle in den Computer stecke und dann Reset drücke läuft er los. Wenn ich die Schnittstelle aus dem Rechner herausziehe läuft er brav weiter. Aber das kann es ja nicht sein. Wie macht Ihr das? Was mache ich falsch?
Danke für hilfreiche Tips im Vorraus!

makerMcl

makerMcl

Ergänzung: der “unbekannte Algorithmus” arbeitet mit den Widerstandsverhältnissen der unterschiedlichen Gase. Die Messung basiert darauf, das beim initialisieren (Methode setup()) sich der Sensor in normaler (frischer/reiner) Luft befindet. Das Datenblatt gibt verschiedene Kennlinien für die Gase an (Obacht – die Diagramme dort nutzen logarithmische Skalen).

Dieter Möller

Dieter Möller

so, jetzt ist mir gelungen die Daten (Temperatur, Humidity, Gas) vom AZ Envy auf meinem Nextion Display dazustellen. An Tx, Rx und Masse verbinden und einige Nextion-Befehle im Sketch, dann gings.
Wichtig für die Darstellung der Temperatur war das: float Temp = Sensor.GetTemperature(SHT3x::Cel); da hab ich lange für gebraucht, bis das raus hatte.
MfG.
Dieter

Dieter Möller

Dieter Möller

Danke für die obigen Ausführungen. Haben auch mir beim Flashen geholfen. Wie krieg ich denn ein Display an den AZ Envy angeschlossen? Die Werte nur auf dem seriellem Monitor der IDE zu sehen ist mir zu wenig. Vorzugsweise würde ich gerne einen Nextion verwenden. Ich habs versucht, Nextion an TX und RX angesclossen. Funktioniert nicht.
MfG.
Dieter

Rainer Beckmann

Rainer Beckmann

Zu Tastmota hier die Info wie man die Anzeige des Gassensors auf 3 Stellen bringen kann.
Über die Konsole muß man folgenden Befehl eingeben: adcparam1 6,0,1023,0,10000
Damit wird die Anzeige 3-stellig. Für 4 Stellen wird die 10000 auf 100000 gesetzt.
Beim mir werden die Werte des SHT3x nicht an den Smarthome-Server weitergereicht. Hat da jemand einen Tip?

Manfred

Manfred

Hallo,
an einer Tasmota Lösung wäre ich auch interessiert. Gibt es schon Erfahrungen?
LG Manfred

Thomas Hasseler

Thomas Hasseler

Es wäre schön, wenn es für den MQ-2 Sensor eine Konfiguration für ESPhome gäbe.
Hat schon jemand das unter ESPhome zum laufen gebracht….?

Bernd Albrecht

Bernd Albrecht

Wenn man SHT30 & github googelt, wird man zur Seite
https://github.com/Risele/SHT3x
geleitet. Dort auf dem grünen Feld „Code“ (pull-down-Fenster) bitte Download ZIP anklicken. Diese ZIP-Datei verschiebt man in den Unterordner libraries.
Dann unter Sketch/Bibliothek einbinden/.ZIP-Bibliothek hinzufügen… wählen.
In dem Fenster des Datei-Managers suchen Sie dann die neue ZIP-Datei im Ordner libraries und binden sie in der IDE ein. Anschließend ist ein Neustart erforderlich.
Nach dem Neustart der IDE findet man einen Menüpunkt SHT3x-master unter Datei/Beispiele und in unserem Beispiel-Sketch sollte die Befehlszeile mit „include“ funktionieren.
In einem Beispiel-Sketch wird alternativ die Bibliothek von WEMOS benutzt. Geht genauso.

A. Freudenstein

A. Freudenstein

Versuche den Envy einzubinden. Die Arduino IDE meldet auch, dass ein 8266 generic board eingebunden ist. Danach versuche ich verzweifelt, unter Beispielen den Sketch für SHT3x master zu finden.
Wird bei mir nicht angezeigt, sondern es kommen nur die Standard-Funktionen und keine, wie in der Beschreibung angegeben z.B. PUBSubClient (oben) oder XPT2046 Touchscreen (unten).
Frage: Wo liegt der Fehler, den ich mache und wie bringe ich den ENVY zum Laufen?
PS: Ich benutze die IDE-Version 1.8.13

Wolfgang Sombeck

Wolfgang Sombeck

ich habs so probiert:
https://templates.blakadder.com/az-envy.html
Bin auch auf den TX-TX und RX-RX reingefallen, aber jetzt ist Tasmota drauf, aber mit dem Template aus dem Link wird nur ein zweistelliger Wert aus dem AD0 angezeigt. Hat jemand schon mehr Erfahrungen mit Tasmota gemacht?

Björn

Björn

Hallo,

ich habe die oben genannten Schritte befolgt, bekomme jedoch keine Verbindung hin.
Kann mir jemand den Ablauf mit der FTDI Programmierung/Schnittelle erklären? Welche Adapter benötige noch?

Danke.

Steve Schneider

Steve Schneider

Vielen Dank für diesen hervorragenden Blog Beitrag. Meine ersten Gehversuche mit diesem Board wären ohne Ihren Blog Beitrag nicht möglich gewesen. Es scheiterte bereits am flashen. Warum die Pin Leiste zum flashen nicht voll beschaltet ist, muss man vermutlich wirklich nicht verstehen. Dies war der erste Stolperstein. Vcc auf der Pin Leiste ist offenbar nicht verdrahtet. Man benötigt also unbedingt neben dem Anschluss des Programmers den Anschluss via MicroUSB mit 5V. Dann war es nicht möglich in den Flash Modus zu gelangen. Die vorhandene Dokumentation enthielt lediglich den Hinweis, dass man zuerst die Reset Taste und dann die Flash Taste drücken soll. Allerdings war dies nur die halbe Miete. Reset drücken, Flash drücken, Reset loslassen, Flash loslassen ist die korrekte Vorgehensweise, um den Flash Modus zu erreichen. Dies muss unbedingt die in Handbücher einfließen. Dritter und letzter Stolperstein war dann die Tatsache, dass RX und TX nicht vertauscht werden dürfen (wie bei UART) und dann funktionierte endlich alles. Sowohl Tasmota, als auch ESPEasy funktionieren mit diesem Board. Ebenfalls hilfreich wäre die Angabe, dass der ESP-12F 4MB Speicher mtibringt. Dies erfährt man leider auch nicht aus den Unterlagen, sondern aus anderen Quellen im Internet.

Steve Schneider

Steve Schneider

@Sören Hellwege: Der Entwickler des Boards (Niklas Heinzel) schrieb in einem anderen Board am 24.11.2020: “The gas sensor is connected to ADC/A0 and the HDC1080 to I2C (SDA = GPIO4, SCL = GPIO5, I2c-Adress 0×44).”

Quelle: https://www.pcbway.com/project/gifts_detail/ESPEnvi___Environment_sensors_development_board.html

Warum hier vom HDC1080 gesprochen wird, ist mir nicht ganz klar, da als Sensor beim AZ-Envy Board ein SHT30-DIS-B verbaut ist. Ich würde aber darauf tippen, dass die gleichen GPIOs verwendet wurden.

Miguel Torres

Miguel Torres

Buena explicación del funcionamiento. Si como se dice en los comentarios, el sensor de gas interfiere en la lectura de la temperatura, la solución una solución puede estar en el diseño de la carcasa, dejando una separación física. Parece un módulo interesante para detector de fuego y humos.

Jos

Jos

vielen Dank für den Beitrag. Klar erklärt, simpel gehalten, genau richtig. Sicherlich kann man über Feinheiten diskutieren, aber diese Platine zeigt was mit geringem Einsatz erreicht werden kann.

Ich musste zwar überlegen warum “Smoke” nach dem Anhauchen so hoch geht, da ich doch vor 15 Jahren aufgehört habe zu rauchen ….
Auch hatte ich vor 40 Jahren mal ein Auto welches ich mit LPG Gas betanken konnte.

Egal, ich bin zufrieden und werde mit dieser Basis weiter experimentieren.

LG

Jens Unterkötter

Jens Unterkötter

Kleiner Tipp am Rande. Die Platine senkrecht mit dem SHT30 nach unten anbringen. So wird die gemessene Temperatur nicht von anderen Bauteilen auf der Platine beeinträchtigt. Warme Luft zieht immer nach oben.

Sven Waibel

Sven Waibel

Ich habe mir gleich drei Teile bestellt und der Gasdetektor direkt neben dem Temperatursensor ist echt mies gelöst. Dadurch dass der Gasdetektor so eine Wärme abstrahlt, ist die Termperaturmessung total verfälscht. Der Temperatursensor hätte man als erste Maßnahme ans andere Ende der Platine machen müssen oder gleich auf die Rückseite. Klar kann man jetzt einen Plastikstreifen dazwischen fummeln, aber das ist nicht Sinn der Sache. Werde mir wohl ein Gehäuse drucken mit einer Abtrennung, mal sehen wie weit das hilft.
Das eBook ist eigentlich noch für die Katz, da sind die Infos in diesem Blog 1000x hilfreicher, danke dafür. Ins Buch sollte alle Infos rein, damit ein Anfänger das Ding flashen und benutzen kann. Das erspart viel Support und beim Anwender Sucherei. Vielleicht sollte man von ArduinoIDE weg und lieber PlatformIO unterstützen, das meiner Meinung nach wesentlich besser ist.
Viele Grüße

Jürgen

Jürgen

@ Carsten Vom ESP8266 her gibt es keine Bedenken, mit 4MB Flash an Bord ist der MicroPython-tauglich. Der Gassensor arbeitet, so viel ich weiß, analog, also auch kein Problem an A0. Und ein Modul für den SHT30 in MicroPython gibt es hier: https://github.com/rsc1975/micropython-sht30/blob/master/sht30.py. Dafür ist dann wichtig, an welchen Pins der SHT30 liegt: SDA = GPIO4, SCL = GPIO5, I2c-Adresse 0×44.
H.-J. Winter

H.-J. Winter

Danke für die einführenden Hinweise. Um die Wärmestrahlung des Gassensors zu reduzieren einen schmalen Plastestreifen dazwischen schieben. 3 bis 4 mm Höhe dürften reichen.

Carsten

Carsten

Hat schon jemand Erfahrung, das Teil mit MicroPython zu nutzen? Sollte doch problemlos möglich sein, oder?!

Bernd Albrecht

Bernd Albrecht

@ S.Helllwege: Die Sensoren des AZ-Envy sind intern angeschlossen. Wie Sie richtig vermuten: der MQ-2 an A0 und der SHT-30 an I2C.
Man benötigt beim SHT-30 weder die Pin-Nummern für SDA und SCL noch die I2C-Adresse. Mit den Zeilen
#include
SHT3x Sensor;
ist schon alles getan, was man benötigt, um den SHT-30 abzufragen.

Sören Hellwege

Sören Hellwege

Hallo,
ich interessiere mich für den AZ-Envy und möchte ihn anschließend mit tasmota flaschen.
Der MQ-2 kommt an den A0, aber welche GPIO brauche ich für I2C?
Dankeschön

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