Netzteilgebastel

Ein grundlegendes Thema haben wir in unseren Blogbeiträgen bisher vernachlässigt. Die Stromversorgung! Im Idealfall hat man in seiner Werkstatt ein, bzw. mehrere Labornetzteile die die benötigte Energie für unsere Projekte liefert. Hat das Projekt das Prototypenstadium verlassen beschaffen wir uns ein richtig dimensioniertes Netzteil genau für unseren Verwendungszweck. Doch wie so oft liegen Praxis und Theorie weit auseinander und so fehlt uns meistens die passende Hardware für unser Projekt, welches wir natürlich aus Zeitgründen am Wochenende umsetzten wollen wo eine kurzfristige Beschaffung nicht mehr möglich ist. Aus diesem Grund möchte ich heute mehrere Möglichkeiten vorstellen wie man sich kurzfristig behelfen kann. 

ACHTUNG! Arbeiten mit Netzstrom ist Elektrofachkräften vorbehalten da hier eine ernsthafte Verletzungs- bzw. Lebensgefahr besteht!

Das hier haben wir in unserer Bastelschublade gefunden:

 Von Links nach Rechts im Bild:

Das alte 9V 1A Netzteil ist gut geeignet unser MB102, oder einen UnoR3 direkt zu versorgen. Die 9V sind zwar etwas hoch, die verbauten Festspannungsregler AMS1117 halten das aber aus (auf den maximalen Strom achten!).

Die abgebildete Powerbank haben wir einmal in einer Werbeaktion bei einem namen haften Fachmarkt  für 1€ bezogen. Diese leistet konstant 0.9A bei 5V ohne Spannungsverlust:

Mit unserem TP4056 können Sie einzelne Li-Ion Zellen über Mini- bzw. Micro-USB laden. In Verbindung mit unserem MT3608 Step-Up Modul können so mit einer Zelle problemlos Ihre 5V Controller betreiben.

Unsere Mini-Netzteile gibt es in den Ausführungen 3.3, 5V und 12V, die gängigsten Spannungen beim Basteln werden somit abgedeckt. Wir löten diese bei Bedarf auf kleine Platinen zur bessern Handhabung. Bezogen auf Preis - Leistung konnten wir bis jetzt noch kein Produkt zur besseren Versorgung für unsere Kunden finden. 

Unser Power-Shield für den Raspberry liefert für Arduino & Raspberry 5V mit einem maximalen Entladestrom von 1.8A. Mithilfe des LM2596S lässt sich die Spannung problemlos auf 3.3V herunter Regeln um auch ESPs direkt damit betreiben zu können.

Das für uns nicht nutzbare UK-Netzteil welches wir für 1€ auf E-Bay ersteigerten haben wir kurzerhand zerlegt und in ein geeignetes Gehäuse eingeklebt.

Nach dem anlöten eines Kaltgerätekabels mit anschließender Montage einer Zugentlastung können wir dieses uneingeschränkt als Raspberry-Netzteil verwenden.

Zu guter letzt das ATX-Netzteil, eine wahre Wunderwaffe. Das Typenschild verrät uns einiges über die Leistungsfähigkeit.

Wie wir sehen stellt dieses Netzteil die von uns benötigten Spannungen von 3.3/5/12V zur Verfügung und liefert ausreichend Strom für große Projekte wie z.b. die Versorgung mehrerer LED-Panels.

Wie Sie Ihr altes ATX-Netzteil ideal für Ihre Vorhaben einsetzen zeigen wir in einem unserer nächsten Blogbeiträge. Bis zum nächsten mal ;)

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Kommentar

Klaus Steiner - Juli 16, 2018

Hallo,

kann man die selbstgemachten PCBs für die Mininetzteile von Euch käuflich erwerben? Ggg. vielleicht sogar als Minibausatz mit der Schraubklemme und den Stiftleisten?

Ich warte dann mal auf die nächste Lieferung der 5V-Netzteile, die im Moment (15.07.18) ausverkauft sind.

Grüße

Klaus Steiner

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